Verzweifelte Aktion oder Erpressungsversuch?


Naja, wir ziehen uns auch die Hosen mit der Kneifzange an. Also wenn sich 5 Mann aufhängen wollen, dann einen losschicken, der einen Sicherheitsmann holen soll, der sie alle 5 eigenhändig noch dran hindern kann… #RefWel-Pistole sage ich da nur.

„In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben fünf syrische Flüchtlinge eine außergewöhnliche Protestaktion durchgeführt. Auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Haibach hatten die Männer augenscheinlich versucht, sich zu strangulieren, dies konnte jedoch durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verhindert werden.

Die Flüchtlinge haben allesamt keine schwerwiegenden Verletzungen erlitten und wurden im Anschluss sofort in Krankenhäuser gebracht.

Nach bisherigem Erkenntnisstand hatte gegen 00:40 Uhr ein Bewohner der Halle in der Industriestraße, die als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wird, einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes darüber informiert, dass fünf weitere Bewohner der Unterkunft aktuell versuchen würden, sich etwas anzutun. Der Mitarbeiter folgte dem Mitteiler zu einer an die Halle angrenzenden Laderampe und fand dort fünf junge Männer vor, die sich an einem Eisenträger mit Stoffstreifen strangulierten. Mit der Hilfe einiger Umstehender befreite er die Männer sofort aus ihrer misslichen Situation, anschließend wurden Polizei und Rettungsdienst verständigt.

Der Rettungsdienst brachte die Syrer im Alter von 23 bis 40 Jahren sofort in umliegende Krankenhäuser. Bei der medizinischen Erstversorgung wurde dort festgestellt, dass keiner der Männer schwerwiegende Verletzungen davongetragen hat. Die Flüchtlinge erhalten auch eine psychologische Betreuung.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand spricht vieles dafür, dass die Flüchtlinge mit der Aktion ihren Forderungen nach einer schnelleren Anerkennung Nachdruck verleihen wollten. Dem Sachstand nach wären die Männer jederzeit in der Lage gewesen, die Situation selbst zu beenden. Die fünf Syrer gehören einer Gruppe an, die seit längerem versucht, deren Asylverfahren zu beschleunigen und sich diesbezüglich auch bereits schriftlich an die zuständigen Behörden gewendet hatte.

Nach Informationan aus dem Helferkreis Asyl in Hösbach stellt sich die Aktion etwas anders dar:
Es geht den Bewohnern nicht so sehr um eine Beschleunigung ihres Verfahrens, sondern um eine Beendigung der unhaltbaren Zustände in ihrer Unterkunft. Das erfuhr Walter Pfeiffer, mitglied im Helferkreis, von einer weiteren Helferin, die arabisch als zweite Muttersprache beherrscht. Sie war ind er Nacht von einem der Bewohner der Haibacher unterkunft angerufen und um Helfe gebeten worden.

Sein Problem, das der Bewohner schilderte: Das Haus wird von einem Sicherheitsdienst bewacht, es dürfen keine Besucher das Haus betreten. Es ist eine feste Bettruhe für die Bewohner verordnet.
Die Haibacher Bewohner haben den Vergleich mit anderen Asylbewerbern in dezentralen Unterkünften und fühlen sich im Vergleich dazu wie in einem Gefängnis. Dieser mangelnde Kontakt scheint, nach Mitteilung von Walter Pfeiffer, für die Bewohner das größere Problem zus ein, als die langen Asylverfahren.

Die Aschaffenburger Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort. Mit Unterstützung der Verhandlungsgruppe und eines Kriseninterventionsteams wurden auch die übrigen Bewohner der Unterkunft im Anschluss an den Vorfall betreut und die Lage beruhigt.

Noch am Mittwochvormittag wird durch Vertreter des zuständigen Landratsamts Aschaffenburg sowie der Gemeinde Haibach ein ausführliches Gespräch mit den Bewohnern der Unterkunft geführt werden. Dabei sollen insbesondere die Hintergründe der nächtlichen Geschehnisse hinterfragt und die Belange der Zuwanderer diskutiert werden.“

Quelle: http://www.main-echo.de/regional/blaulicht/art3915,3991972


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