Strom abgestellt: 76-Jähriger stirbt bei dem Versuch, mit altem Ofen zu heizen


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Tod des 76-Jährigen bestürzt die Nachbarn, die ihn mit Lebensmitteln versorgt haben

Brakel. Anfang Dezember stellte ein Energieversorger einem 76-jährigen Mann im Stadtgebiet Brakel den Strom ab. Etwa eine Woche später wurde er tot vor seinem Ofen liegend aufgefunden. Jetzt machen sich Nachbarn und Bekannte Gedanken darüber, wie sich solche Schicksale in Zukunft vermeiden lassen.

Franz T. (Name von der Red. geändert) war für sein Umfeld kein einfacher Mensch. Er war schwer krank und lebte, nachdem seine Frau vor wenigen Jahren verstorben war, mit seinem etwa 22-jährigen Sohn im eigenen Haus. Zwei Tage, nachdem der Strom abgedreht worden war, machte sich der als schwierig beschriebene arbeitslose junge Mann aus dem Staub.

Nachbarinnen hängten dem nun allein lebenden Vater Brot und Lebensmittel an die Tür, um ihn vor dem Verhungern zu bewahren. „Wir wussten alle, dass er nur eine sehr kleine Rente hatte, die zum größten Teil für die Nebenkosten des Hauses drauf ging“, sagt die Nachbarin Josepha Bialek. Der alte Mann tat den Nachbarn leid, aber sie ärgerten sich auch über die Bequemlichkeit des Sohnes, der für seinen Vater hätte sorgen sollen.

Volltext auf Neue Westfälische


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