Roitzsch wird wohl das zweite Gorleben!


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Zum Video: https://www.facebook.com/1492660017708471/videos/1534304166877389/?__mref=message

Am 27.05.2016 wurde eine Informationsveranstaltung in Roitzsch über die Entstehung einer zweiten Mülldeponie informiert, über den neuesten Stand der Dinge. Die Veranstaltung wurde durch die Bürgerinitiative in Roitzsch ins Leben gerufen, und es wurden zahlreiche Einladungen versandt. Einige wurden an Physiker und Chemiker sowie auch an den Landrat den Bürgermeister Andy Grabner, Herr Zimmer und andere wichtige Persönlichkeiten aus dem Stadtrat und Landrat in Köthen sowie auch aus Bitterfeld eingeladen.
Es wurden die Bürger darüber aufgeklärt, was in der neuen und, falls diese errichtet werden sollte, für Nachteile für die Roitzscher und die anderen angrenzenden Gemeinden für vor und Nachteile entstehen könnten. Es fängt mit dem Grundwasserspiegel an, und hört mit der Bestückung der jeweiligen Mülldeponie mit diversen Materialien auf.
Nachdem dann Herr Doktor Michael Lersow Für Archäologie das Wort ergriffen hat, wurde ich sehr schnell hellhörig, und konnte es nicht glauben was da aus seinem Munde kam. Er räumte ein, dass wenn die neue Mülldeponie nicht ausgelastet werden sein würde, könnte man auch radioaktiven Sondermüll dort verklappen oder deponieren. Nachdem ich dies hörte, stellte ich fest, dass dies nicht mehr ein Problem der Roitzscher ist, sondern falls dieses eintreten sollte es uns alle im Landkreis Sachsen-Anhalt etwas angeht. Der gute Mann machte daraus auch keinen Hehl, dies öffentlich und frei heraus den Leuten zu sagen. Was ich außerordentlich korrekt von ihm fand. Ich persönlich glaube, dass die anwesenden Bürger genauso geschockt waren wie ich, als er von radioaktiven Sondermüll sprach.
Diejenigen die dieses Lesen, können auch das dazugehörige Videomaterial was ich aufgenommen habe über diesen Schwerpunkt Radioaktivität einsehen und hören. Dies soll keine Panikmache sein, sondern es ist die blanke Realität mit der wir konfrontiert wurden von diesen Herrn. Er wies aber darauf hin, dass wenn man genügend Rückenhalt vom Landrat sowie politischen Ämtern und einen juristisch guten Beistand hat, diese Deponie vielleicht noch verhindern kann.
Was er aber persönlich nicht glaubt, da die Pläne jeweils schon einzusehen sind. Er wünschte den Rotzschern viel Erfolg bei der Durchsetzung ihres Vorhabens. Und bot sich gleichzeitig mit an, um seine Erfahrungen die er Jahr lang gesammelt hat zum besten in diesem Streitfall zu geben.
Man muss sich also mal vorstellen, wenn die Rotzscher nicht so hartnäckig an ihrem Projekt festgehalten hätten, wäre dies niemals ans Tageslicht gekommen. Von meiner Seite her, war ich sehr geschockt über diese Aussage, dass auch bei uns radioaktiver Müll eingelagert werden kann und soll!
Und das in unmittelbarer Nähe von den Gemeinden und Städten im Landkreis Bitterfeld. Ich persönlich möchte kein zweites Gorleben bei uns in Bitterfeld haben.
Ich bin ja schon gespannt, wie sich diese Situation weiter entwickeln wird. Und ich hoffe, dass dies sich zum positiven wendet. Ich werde weiterhin darüber berichten, da es mich persönlich wachgerüttelt hat. Das bei uns so etwas im Grunde genommen schon durchdacht wurde.
Pressefotograf-Arnold

Mehr Material gibt es auf der Seite www.pressefotograf-arnold.de

Dr.rer.nat. habil. Reiner Gellermann zur Deponie in Roitzsch über die Einlagerung von Sondermüll bei nicht Auslastung


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