Österreich bietet Deutschland andere Flüchtlingsobergrenze an


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Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat Kritik aus Deutschland an den neuen Obergrenzen seines Landes für Flüchtlinge zurückgewiesen. Die Bundesrepublik möge doch selbst eine ihr genehme Zahl von Flüchtlingen nennen, sagte Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Dienstag in Wien.

„Da hat Deutschland zu entscheiden, welche Zahl gilt.“ Wenn Berlin keine Zahl nenne und sich lieber auf die „Türkei-Lösung“ konzentriere, dann nehme er das respektvoll zur Kenntnis, sagte der Bundeskanzler. Umgekehrt möge Deutschland die österreichische Position respektvoll zur Kenntnis nehmen.

Die Alpenrepublik lässt seit Freitag nur noch 80 Asylbewerber pro Tag an seiner Grenze zu und hat die Zahl der nach Deutschland durchreisenden Migranten auf täglich 3200 gedeckelt. Bisher sind beide Obergrenzen aber an keinem Tag erreicht worden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte zusätzliche Lasten für Deutschland beklagt und Konsequenzen angedroht.

„Bis Österreich kann man leider nur in die Luft schauen“

Faymann sagte, halte es für eine „unsinnige Position“, die Durchreise der Flüchtlinge auf der Balkanroute nicht zu kritisieren, Österreich aber ein „Durchwinken“ vorzuwerfen. „Bis Österreich kann man leider nur in die Luft schauen und ab Österreich will man uns einen Ratschlag erteilen – auf diese Art Ratschlag können wir verzichten“, sagte der Regierungschef.

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