Michael Winklers Tageskommentar – 26.6.2016


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Ach, was haben sie damals alle gezetert und die armen „Schutzsuchenden“ bemitleidet, deren geplante Unterkunft in Vorra von bösen Nazis angezündet worden ist. Das hingeschmierte Hakenkreuz wurde durch alle Nachrichtensendungen geschleift, und die Wortschöpfung „Asylat“ schien demnächst in den Duden Eingang zu finden. Jetzt hat sich das Ereignis als bloßer Versicherungsbetrug herausgestellt, um zu vertuschen, daß Pfusch am Bau passiert ist. Die Brandversicherung hat gezahlt, die Schäden wurden behoben, was gefehlt hat, sogar nachgebessert. Und bald bekommt Vorra das, worum es so lautstark gebeten hat: eine Menge Asylbetrüger, die keine wirkliche Berechtigung haben, sich hier aufzuhalten.

Die Alten haben über die Jungen bestimmt, heißt es zum Brexit. Tja, da sollte man wohl das Wahlrecht mit 60 enden lassen. Es wäre anders ausgegangen, wenn das Wahlalter gesenkt worden wäre. Wie weit darf es denn sein? 16? 14? 12? Ich gebe zu, daß die Zwölfjährigen dank moderner Pädagogik mehr Sexualpraktiken, auch zwischen Gleichgeschlechtlichen, kennen mögen als ich, aber über Politik und deren Auswirkungen haben sie eher weniger Ahnung. Außerdem hätten die Gebildeten für einen Verbleib gestimmt. Also sollten Stimmen der Akademiker künftig doppelt zählen?

Ohne Rentner, dafür mit Zwölfjährigen, und der doppelten Stimmgewichtung für Akademiker wäre Merkel niemals Bundeskanzlerin gewesen. Dafür würden die Grüninnen in der Nähe der absoluten Mehrheit liegen. Strom wäre Mangelware, große Autos gäbe es nur als Dienstwagen für Politik-Granden und die Autobahnen in Fahrradtrassen umgewidmet. So gesehen, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, daß alles so ist, wie es ist. Obwohl ich auf Merkel durchaus verzichten kann.

Die Berichterstattung der Wahrheitsmedien zum Brexit war wieder einmal eine Sternstunde des Schmierenjournalismus. Die verkaterten Gesichter der abgestraften Männer aus Brüssel mußten sie zeigen, ebenso Merkel mit ihrer neuen Augenkrebsfarbe im Jackett. Ansonsten haben diese Propagandisten es geschafft, nur Stimmen gegen den Brexit einzufangen. Sogar in England, wo die Mehrheit für den Austritt gestimmt hat, waren offenbar 100% der „zufällig“ ausgewählten Interviewpartner Gegner dieses Austritts. Und in Deutschland hat man nur Schmalspurdenker erwischt, die getreulich das ausgesagt haben, was ihnen zuvor in den Propagandasendern eingehämmert worden war.

Woran erkennt man einen geistig verwirrten Einzeltäter? Er trägt einen Kaftan, hat auf dem Kopf einen henkellosen Nachttopf aus Stoff, trägt einen Bart, brüllt „Allahu Akbar“, hat einen Koran in der Tasche und wird von der Polizei erschossen. Woran erkennt man einen Moslem-Terroristen? Er trägt einen Kaftan, hat auf dem Kopf einen henkellosen Nachttopf aus Stoff, trägt einen Bart, brüllt „Allahu Akbar“, hat einen Koran in der Tasche und wird von der israelischen Polizei erschossen. In Viernheim hat ein „verwirrter Einzeltäter“ ein Kino überfallen und Geiseln genommen. Den Geiseln ist dabei nichts geschehen.

Was Europa wert ist, sieht man derzeit wieder einmal an den Verhandlungen über Glyphosat. Bei einer letzten Abstimmung von Vertretern der EU-Staaten in Brüssel fehlte die nötige Mehrheit für eine befristete Verlängerung der Zulassung dieses unter Krebsverdacht stehende Pflanzengift für weitere 18 Monate. Die Stimmen der Staaten sind jedoch völlig irrelevant, weil das Politbüro der Kommissare diese Verlängerung trotzdem bewilligen kann – und aller Wahrscheinlichkeit auch tun wird. So ein paar EU-Kommissare sind eben viel leichter zu kaufen, Verzeihung, zu überzeugen als die Vertreter der EU-Staaten.

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel eine Abzulösende sei.

Quelle: http://michaelwinkler.de/Kommentar.html

Michael Winkers Bücher: http://michaelwinkler.de/Buecher.html


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