Michael Winklers Tageskommentar – 24.6.16


Den ganzen Donnerstag über haben die merkeldeutschen Wahrheitsmedien noch gehetzt, wie schlimm doch ein Austritt der Briten aus der EU wäre. Das Ergebnis soll Freitag morgen vorliegen. Angenommen, die Briten stimmen für den Austritt. Dann geschieht erst einmal – nichts. Der Austritt wird auf Ersuchen der britischen Regierung eingeleitet. Premierminister Cameron will jedoch zurücktreten, wenn die Briten raus wollen. Erst die Nachfolgeregierung kann dann den Wunsch gegenüber Brüssel äußern. Dann beginnt der Austrittsprozeß, der zwei Jahre dauern wird, denn das ist so festgelegt. Das heißt, frühestens zu 1. Juli 2018 wären die Briten wirklich draußen.

Es stellt sich jedoch die Frage, wie lange die EUdSSR noch überlebt, selbst wenn die Briten bleiben sollten. Angela die Selbstherrliche Merkel hat die EUdSSR gründlich unterminiert, da sie alle Lösungen bestehender Probleme verhindert hat. Griechenland und die anderen Bankrott-Staaten der Südschiene verbluten nach wie vor wirtschaftlich am Euro. Draghi und die EZB erzeugen Geld als seien sie ein wahnsinniger Mithras. Die Mehrheit der Deutschen verarmt dank stagnierender Reallöhne. Die Sanktionen gegen Rußland schaden nicht etwa Putin, sondern unseren Bauern. Die EU hat mittlerweile vier Präsidenten: den Präsidenten des Europäischen Rates, den Präsidenten der EU-Kommission, den Präsidenten des europäischen Parlaments und den Regierungschef des derzeit präsidierenden Landes. Da gibt es sehr viele Pöstchen, doch nichts weiter als führende Nullen, die nichts voranbringen. Des weiteren strömen immer mehr „Flüchtlinge“ nach Europa, die Außengrenzen sind weitgehend offen. Ein paar Länder, die ihre Eigenart behalten wollen, werden dies bei Bedarf auch gegen die Hofschranzen tun.

Fazit: Wenn der Brexit nicht die EUdSSR zerlegt, wird es die nächste größere Krise tun. Es sind die großen Europa-Befürworter, die in Wahrheit die Axt anlegen und Feuer am gemeinsamen Haus Europa legen. Ohne Brexit sind die Briten womöglich schon 2017 draußen, weil das Kartenhaus in sich zusammenfällt.

Bei einem Elterngespräch weigerte sich Kerim Ucar, ein strenggläubiger Schiit aus der Osttürkei und Imam, also Prediger in einer Moschee, der Lehrerin seines Sohnes die Hand zur Begrüßung zu geben und berief sich dabei auf seine Religion. So weit, so ungut, ein überzeugendes Beispiel mangelnden Integrationswillens. Eine Woche nach dem Vorfall stellten der Imam und seine Frau Strafanzeige – wegen Beleidigung und Verletzung der Religionswürde. Da kann ich nur sagen, der Mann hat recht. Er sollte deshalb die Konsequenzen ziehen und dahin zurückkehren, wo seine Religion die nötige Beachtung findet: nach Hinteranatolien. Und dort bleiben! Das Abschiebeverfahren würde ich damit begründen, daß dies die einzige Möglichkeit sei, derartige Beleidigungen und Verletzungen der Religionswürde sicher zu vermeiden. Bliebe noch anzumerken, daß der Beleidigte seit 15 Jahren in Deutschland wohnt und ganz offenkundig noch immer nicht hier angekommen ist.

2014 hatten die Kirchen insgesamt rund 10,8 Milliarden Euro an Steuern eingenommen, 2015 haben sie 11,5 Milliarden eingestrichen. Die katholische Kirche lag mit 6,1 Milliarden vor der evangelischen mit 5,4 Milliarden. Was die Kirchen dafür getan haben? Dafür gesorgt, daß der Islam in Merkeldeutschland um sich greift. Sie haben Kirchen aufgegeben und in Moscheen umwandeln lassen. Sie haben für „Flüchtlinge“ in Deutschland gesammelt, doch für verfolgte Christen draußen in der Welt nichts getan. Sie haben Seelsorge und Spiritualität vernachlässigt, sich dafür in die Politik eingemischt. Und ja, die Kirchenfürsten haben vor sich hingefürstet, abgehoben von ihren Schäfchen, die folgerichtig immer seltener zu den Gottesdiensten erscheinen.

Ich möchte ein Wort zu der Seite aus Österreich sagen, die fortwährend den zukünftigen Kaiser beleidigt: Als überzeugter Monarchist sehe ich keinerlei Berechtigung beim Haus Habsburg, über Deutschland zu herrschen. Die Habsburger haben 1806 das Heilige Römische Reich Deutscher Nation aufgegeben. 1914 hat die unnachgiebige Haltung der Habsburger gegenüber Serbien dafür gesorgt, daß der Erste Weltkrieg ausgebrochen ist. Daß sich Deutschland zum freiesten und fortschrittlichsten Staat der Welt entwickelt hatte, verdanken wir den Hohenzollern. Und nein, der Kaiser wird nicht einfach vom Himmel fallen und per Zauberhand eine neue Ordnung schaffen. Das alte Rom hat etwa 100 Jahre gebraucht, um die Republik zu überwinden und mit Augustus den ersten wirklichen Kaiser ins Amt zu bringen. In diesem Jahrhundert herrschte Bürgerkrieg, zeitweise durch die Diktatoren Marius, Sulla und Cäsar sowie die Triumvirate unterbrochen. Oh, das Kaiserreich, der neue Monarch wird kommen – aber das werden wir uns erarbeiten müssen. Herbeibeten reicht nicht.

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel eine Abzulösende sei.

Quelle: http://michaelwinkler.de/Kommentar.html

Michael Winkers Bücher: http://michaelwinkler.de/Buecher.html


Über Twitter, FB, WP oder Google-Accounts mitkommentieren