Michael Winklers Tageskommentar 16.12.16


Der Bürgermeister Ostaleppos ist nach Brüssel gekommen und hat sich dort über den Frieden bringenden Präsidenten Assad beschwert. Nun, es ist guter Demokratenbrauch, den Posten ausgerechnet dann zu verlassen, wenn man am dringendsten gebraucht wird. Feige nach Brüssel abzuschwirren, wenn in Ostaleppo ein Neuanfang stattfinden soll, zeugt nicht gerade davon, daß der Amtsinhaber für dieses Amt geeignet ist. Des weiteren frage ich mich, wer diesen Bürgermeister in sein Amt gesetzt hat? Wer hat ihn legitimiert? Und vor allem: Was hat er die letzten vier Jahre getan? Hat er Kämpfe verhindert, zwischen den Parteien vermittelt, sich um das Wohl seiner Teilstadt gekümmert? Über ihn wurde nie berichtet, weshalb der Verdacht naheliegt, daß sowohl Amt als auch Person in jüngster Zeit zu Propagandazwecken installiert worden sind.

Die EUdSSR hat diesem angeblichen Bürgermeister wenig bis gar keine Hilfe zugesichert. Dabei kann gerade Europa aus dem Vollen schöpfen: 25.000 syrische „Flüchtlinge“ und solche, die sich als Syrer ausgegeben haben, für den Wiederaufbau zu mobilisieren, sollte noch vor Weihnachten möglich sein. Kräftige junge Männer, die auf Familiennachzug spekuliert haben, wären dann wieder in ihrer Heimat, um für sich und ihren Familien ein neues Zuhause zu schaffen. Gerade Deutschland kann noch einen besonderen Trumpf nachlegen: Wiederaufbautürken! Die jüngeren, die frustriert sind, weil Wiederaufbau und Wirtschaftswunder ohne sie stattgefunden haben, erhalten in Syrien eine hervorragende Gelegenheit, sich selbst zu beweisen, daß Claudia Roth doch recht hat mit ihren Behauptungen. Zudem würde für ihren Parteifreund Cem Özdemir ein Posten herausspringen: Bundeskoordinator für die türkischen Wiederaufbaukolonnen in Syrien.

Hussein Khavari wurde inzwischen identifiziert: Er war in Griechenland wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach nur anderthalb Jahren wurde er auf Bewährung „unter Auflagen“ entlassen. Auf Einladung der Bundeskanzlerin hat er sich wie Millionen Andere auf den Weg ins Schlaraffenland begeben. Die Griechen haben zufällig vergessen, ihn international zur Fahndung auszuschreiben, sonst hätten sie ihn vorzeitig zurückbekommen. In Merkeldeutschland hat er die gleiche Masche eingesetzt wie in Griechenland, sich als „unbegleiteter Minderjähriger“ ausgegeben. Medizinische Tests, die das wahre Alter schnell ermitteln, werden in Merkeldeutschland nicht eingesetzt, weil sie das „Persönlichkeitsrecht“ der Asylbetrüger verletzen. Merkels geschätzter Gast, der in Wahrheit fast 21 Jahre alt sein soll, hat dazugelernt. Bei Maria Ladenburger, einer überzeugten „Flüchtlings“-Helferin, war sein Mordversuch erfolgreich.

Herr Khavari hält sich inzwischen im Gefängniskrankenhaus Hohenasperg auf. Selbstmordgefährdet sei er, heißt es. Da wir sonst alle kulturellen Eigenheiten der „Flüchtlinge“ akzeptieren, kann ich nicht nachvollziehen, wieso man ihn daran hindert. Es wäre eine saubere Methode, das Verfahren schnell und kostengünstig abzuschließen. Schließlich haben wir gerade erlebt, wie umständlich es ist, kriminelle Afghanen in ihr Herkunftsland rückzuführen. 50 waren angekündigt, jetzt sind es gerade 34 geworden. Dabei passen in einen A380 doch bis zu 800 Passagiere…

Für einen Euro gibt es nur noch 1,0414 Dollar. In der Spitze, am 22. April 2008, waren es 1,6006 Dollar gewesen. Dazwischen liegt nicht nur die Finanzkrise, sondern auch acht Jahre Merkelwirtschaft, in der die Griechenland- und schließlich die Euro-Rettung alternativ gewesen waren. Dieser Kurs ist Währungsdoping für die Exportwirtschaft, und wie jedes Doping ist es letztlich ungesund. Der Euro hat damit die meisten Eigenschaften der italienischen Lira geerbt, für die Inflationswirtschaften Südeuropas ist er trotzdem noch zu hart. Eine harte Währung zwingt die Wirtschaft zur Weiterentwicklung, um soviel besser zu werden, wie die Währung an Wert zulegt. Mit dem Euro hat die Exportwirtschaft eine doppelte Scheinblüte hingelegt, zum einen dank der weichen Währung, zum anderen dadurch, daß viele Exportkunden nicht mit Geld, sondern mit Schuldscheinen bezahlen. Schuldscheine, die niemals eingelöst werden können, da ein Eintreiben der Forderung den Bankrott des Schuldners zur Folge hätte. De facto verschenken wir die Produkte unserer Arbeit, de jure erhalten wir dafür die Illusion von Reichtum, die uneinbringbaren Forderungen.

Quelle: michaelwinkler.de


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