Michael Winklers Tageskommentar 15.11.2016


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14.11: Merkels Führungskraft ist wirklich beeindrucken. Wie sie das mit dem Bundespräsidenten wieder hinbekommen hat… Es handelt sich um ein hochbezahltes Amt, mit Versorgungsgarantie auf Lebenszeit, praktisch ohne Verantwortung, und außer das vorlesen, was einem die Redenschreiber unterschieben, muß man wirklich nichts können. Die einzige Anforderung laut Grundgesetz ist das vollendete 40. Lebensjahr. Und wen immer Merkel fragt, lehnt dankend ab. Gewiß, sie hat die Führungsriege der CDU bis zur völligen Leere ausgedünnt, aber vielleicht wäre das für Seehofer die eleganteste Lösung, Markus Söder hinwegzuloben? In der ausgemerkelten CDU findet man leider noch nicht einmal ein Leitsenil, das mit diesem Posten abgefunden werden könnte. Hat denn den Guttenberg noch keiner gefragt? Der jetzige Präser hat eine Mätresse mitgebracht, Guttenberg wäre da mit einem Hofnarren Johannes B. Kerner eine Abwechslung. Also doch Steinmeier? Wie wäre es mit einem vom Fernsehen? Schlechter als Joachim Gauck wäre nicht mal Thomas Gottschalk. Oder wir nehmen gleich Horst Lichter.

15.11.: Ein Hinweis im Tageskommentar auf Horst Lichter als Bundespräsidenten hat ausgereicht, damit sich das Merkel-Regime auf einen eigenen Kandidaten einigt. Ja, es ist Frank-Walter Steinmeier, ja, er ist alternativlos, und ja, er hat so viel politische Erfahrung, er dürfte sogar noch mit Jelzin gesoffen haben. Der Niedergang der CDU/CSU unter Angela Merkel hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Oder besser, Tiefpunkt. Die ausgemerkelte Partei hat es nicht geschafft, einen eigenen Kandidaten zu benennen, sie mußte sich den Kandidaten auch noch von der unter Gabriel dahinkümmernden SPD aufdrängen lassen. Immerhin, ganz ungeschickt ist es nicht, den Undiplomaten ins Schloß Bellevue abzuschieben, kaum daß Donald Trump zum US-Präsidenten vereidigt worden ist. Steinmeier bereitet sich zudem gewissenhaft auf sein Amt vor: Er reist in die Türkei, um sich von Erdogan dem Großprächtigen erklären zu lassen, wie man ein beliebter Präsident wird.

Ein Nachfolger für Steinmeier wird auch schon gehandelt: Martin Schulz. Der gelernte Buchhändler hätte bestimmt gerne mit Jelzin gesoffen, doch damals gehörte er noch nicht zur Spitzenriege. Bei Schulz trifft es sich gut, daß er im Januar als Präsident des Europa-Parlaments abtreten muß, er folglich einen neuen Posten braucht. Und einen Dienstwagen, natürlich.

komplett auf michaelwinkler.de

Die Altparteien haben komplett versagt, CDU, SPD, Grüne und Linkspartei zum Teufel jagen!

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