Leopoldina und Co: Was tun die eigentlich?


Die Suche nach Leopoldina-Aktivitäten bleibt leider ohne nennenswerten Erfolg

Man sieht es den „eggheads“, den Mitgliedern in aller Welt förmlich an: Sie fiebern geradezu, den Politikern und der „Zivilgesellschaft“ endlich zeigen zu können, wo’s lang geht. Wie soll es in den nächsten Jahrzehnten weitergehen? Was sind die wichtigsten Ziele und Aufgabe? Ein „Ruck-Konzept“ sozusagen. Das fehlt uns nämlich bisher. Auch die Parteiprogramme enthalten es nicht. Überall wird nur „auf Sicht“ gefahren.

Seither durchforsche ich die Presse und die Online-Nachrichten akribisch auf der Suche nach Leopoldina-Aktivitäten und schaue auch immer wieder auf die Website der Nationalen Akademie der Wissenschaften. Bisher leider ohne nennenswerten Erfolg. Das ist umso erstaunlicher als ihr Wahlspruch lautet „Nunquam otiosus“ („Niemals müßig“). Dabei umfasst die Publikationsliste respektable 491 Dokumente (Stand 04.10.2016). Doch für die Politik ist offenbar nichts dabei. Oder wie muss man die folgenden Worte der Bundeskanzlerin in ihrer Rede zur Leopoldina-Jahresversammlung „Symmetrie und Asymmetrie in Wissenschaft und Kunst“ am 18. September 2015 verstehen?

„Deshalb möchte ich Sie zum Abschluss bitten, Ihrem Ruf, den Sie genießen, durch interessante, spannende Projekte, durch das Einbringen in gesellschaftliche Diskussionen, durch hohe wissenschaftliche Qualität, aber auch durch die Fähigkeit von Wissenschaftlern, eine Sprache zu pflegen, die auch die nicht wissenschaftlich Gebildeten erreicht, ohne dass es zu einer groben Verfälschung des wissenschaftlichen Inhalts kommt, weiterhin Rechnung zu tragen. Brücken zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sind außerordentlich wichtig, weil wir es ansonsten nicht schaffen werden, Menschen für die Wissenschaft zu begeistern“. 

Nun ja, dann wollen wir uns wenigstens freuen, dass wir uns nicht auch noch über fehlende Aktivitäten einer Parallelorganisation zur Académie Française aufregen müssen, denn hier haben wir ja die Gesellschaft für deutsche Sprache. Doch bei näherem Hinsehen bleibt uns auch hier der Frust nicht erspart.

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Video: Merkel zu Besuch in der Leopoldina

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