Konservative Werte werden wieder sexy


Man reibt sich verwundert die Augen, wenn man diesen Text liest: Es brauche eine „konservative Stimme (…) gegen Denkverbote und Meinungspolizei“, heißt es dort, und „alles, was nicht im Geist der Alt-68er steht, gilt als rechts und damit als schlecht.“ Hat das die JF geschrieben? Nein. Kaum zu glauben: Das steht in einem Zehn-Punkte-Plan der CSU für das am vergangenen Wochenende stattgefundene Gespräch mit der CDU-Führung.

Verblüffend deutlich werden die Defizite der Union aufgelistet und vor einer weiteren Erosion der Wählerschaft in der rechten Mitte gewarnt. Warnend heißt es in Richtung Merkel-Entourage, die Union war „nie nur ein Kanzlerwahlverein“, es sei ein „politisches Vakuum“ entstanden, weil „bis auf die CSU alle etablierten Parteien links der Mitte wahrgenommen werden“. Der Verfasser des Papiers, der Chef der CSU-Grundsatzkommission Markus Blume, stellt fest, daß es seit dem Aufkommen der AfD „keine linke Mehrheit mehr gebe“, der Zeitgeist sei inzwischen konservativ, ja: „Konservativ ist wieder sexy.“ Da legst di nieder, wie man in Bayern sagen würde.

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