Flüchtlinge im Saalbau beschweren sich übers Essen


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Die Wogen müssen hoch gegangen sein an jenem Sonntagmittag vor zwei Wochen im Saalbau, der seit Januar als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. „Ja, es hat hier eine Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern gegeben“, bestätigt Uwe Rettkowski, Geschäftsführer des DRK , kursierende Gerüchte. Er sei an jenem Sonntag persönlich vor Ort gewesen, um die Wogen wieder zu glätten. Das DRK hat im Auftrag der Stadt die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Flüchtlinge im Saalbau übernommen.

Es sei schnelle Deeskalation gefragt gewesen

Den beiden Streithähnen sei es bei ihrer Auseinandersetzung gelungen, ein „halbes Dutzend“ weiterer junger Bewohner auf ihre Seite zu ziehen, erzählt Rettkowski. Da sei eine schnelle Deeskalation gefragt gewesen. Anlass für die Proteste war offenbar das Essen.

Man habe sich über Schweinefleisch auf dem Speiseplan beschwert. „Den Gästen wird aber überhaupt kein Schweinefleisch serviert“, betont Rettkowski. Auch der Behauptung, das Essen würde nicht schmecken, habe Rettkowski entschieden widersprochen: „Ich habe das Essen dort selber probiert.“ Schließlich hätten die protestierenden Flüchtlinge noch vehement gefordert, das Fleisch müsse „halāl“ sein, also nach islamischen Vorstellungen behandelt. „Das habe ich ganz kategorisch abgelehnt“, betont Rettkowski.

Einigung mit den Flüchtlingen erzielt

Man habe sich schließlich mit den Wortführern zusammensetzen und in aller Ruhe reden und eine Vereinbarung treffen können. Die sehe so aus, dass in Zukunft gemeinsam mit den Gästen – zwei Frauen, zwei Männer – und zwei Mitarbeitern des DRK über den Speiseplan gesprochen wird.

Außerdem sei nun täglich ein Koch aus der Roten-Kreuz-Küche im Seniorenzentrum Rottmannsmühle vor Ort, um die Essensversorgung besser zu kontrollieren, auf ausreichende Mengen und richtig erhitztes Essen zu achten.

Mittagessen kommt von einem Caterer vom Niederrhein

Frühstück und Abendessen im Saalbau kommen aus der Großküche des DRK, das neben dem Seniorenzentrum längst auch Kitas und Ganztagsschulen sowie die Landesunterkunft an der Brakerstraße versorgt. Damit allerdings ist die Kapazität der Küche auch erschöpft, so dass für das Mittagessen ein Caterer vom Niederrhein engagiert wurde.

„Der versorgt bereits andere Unterkünfte und verfügt über viel Erfahrung“, versichert Rettkowski. Klar sei, dass keinerlei Schweinefleisch verwendet werde. An dieses Prinzip halte sich im übrigen auch die Küche des DRK bei der Zubereitung der Mahlzeiten für die Kitas und Schulen. Auch hier werde ausschließlich Rind und Pute verwendet.

Quelle: http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/bottrop/fluechtlinge-in-bottrop-beschweren-sich-uebers-essen-id11577495.html?service=mobile


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