Das Ringen um die Reste wird härter


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„Unsere Deutschen regen sich schon auf“, berichtet die Mitarbeiterin. Wenn in der „Halleschen Tafel“, einer schmucklosen Lagerhalle inmitten von Plattenbauten, an Freitagen die Lebensmittel kostenlos an die Bedürftigen verteilt werden, benähmen sich einige der Flüchtlinge wie auf einem Basar. „Die schubsen und tun, da müssen wir schauen, dass auch unsere Deutschen nicht zu kurz kommen.“ Sind solche kleinen Rangeleien die ersten Vorzeichen der von manchen Politikern befürchteten Verteilungskonflikte zwischen bedürftigen Einheimischen und den Flüchtlingen, die ins Land strömen?

Die Tafel der Evangelischen Stadtmission Halle ist jedenfalls der Ort, an dem solche Auseinandersetzungen zuerst sichtbar werden müssten. Jede neue Flüchtlingsunterkunft in der Stadt, jede neue Phase in der Migrationskrise schlägt unmittelbar auf die Situation in dieser Hilfseinrichtung durch. Und der Kampf um so basale Güter wie Lebensmittel und Kleidung ist bereits schärfer geworden.

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