Sommersonnenwende


SOMMERSONNENWENDE

Ewig dreht das Rad des Lebens. Ewig kreisen Zeit und Erde. Ewig neut sich so des Jahres und des Menschen “Stirb und Werde”.

Zu Zeiten der Sommersonnenwende, auch Midsommerblót, am 21.Tage des Brachmondes hat die Sonne den Höhepunkt ihrer Kraft und Einwirkung auf die Natur und damit auch den Menschen erreicht. Während dieser Zeit ruht die Arbeit auf den Feldern und die Frucht reift still vor sich hin. Eine Gelegenheit für die ländliche Bevölkerung ein ausgelassenes Fest zu feiern und sich von den Mühen der vergangenen Monate zu erholen, um frisch gestärkt der Ernte entgegenzusehen.

Es wird auf einem Platz oder an einem anderen wichtigen Ort ein Feuer entzündet und ein Questenkranz (Weltenkreuz) an einen Baum gegen Osten hin aufgehängt, meist ist es eine Alte Eiche, die auch Mitsommerbaum genannt wird. Außerdem werden Brunnen und Quellen geschmückt und das traditionelle Mitsommerbad genommen. In manchen Gegenden wurden brennende Strohballen und symbolische Sonnenräder vom Berg auf die Felder gerollt, um ihnen eine größere Fruchtbarkeit abzugewinnen. Pärchen springen gemeinsam über das Sonnwendfeuer mit einem Spruch oder Wunsch und wachsen so noch stärker zusammen.

Wie allen indogermanischen Völkern war auch den Germanen der Lauf des Jahres bestimmend für Arbeit und Feier.

Alle Jahreslauffeste sind von den gleichen Sinnbildern begleitet: Feuer, Lebensbaum und Lebenswasser, obwohl doch die Natur zu den verschiedenen Jahreszeiten ein ganz unterschiedliches Bild bietet.

ZWANGSCHRISTIANISIERUNG

Jahrhundertelang hat der eindringende Christianismus versucht, diese alten Volksbräuche auszurotten, und erst, als dies trotz strenger Strafen gegen Zuwiderhandelnde nicht gelang, begann man die Bräuche zu verfälschen und ihnen einen christlichen “Sinngehalt” unterzuschieben. So wurde das höchste Fest unserer nordischen Ahnen, die Feier der Wiederkehr des Lichtes, zum Geburtstag des Jesus von Nazareth erklärt, das kräfteweckende, lebenspendende Maiengrün der Weidenzweige fand als “Palmbuschen” Eingang in das kirchliche Osterbrauchtum und die Dank- und Freudenfeuer der Mittsommerzeit wurden Johannes dem Täufer geweiht. Kranz und Rad, seit Urzeiten im Norden Sinnbild der Unendlichkeit des Lebens in seiner ewigen Wiederkehr, lebten weiter in den “Osterrädern”, dem “Kirmesbaum” und dem “Adventkranz”.

http://germanenherz.blogspot.com/2012/06/sommersonnenwende.html?m=1


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