Sven Liebich im Interview mit der Washington Post über die Putin-Shirts


Zuerst war da die Email von einem Herrn Anton Trojanowski, Leiter der Moskauer Redaktion der Washington Post. Man sei über das umfangreiche Angebot an Putin-T-Shirts auf die Firma, bei welcher ich arbeite, aufmerksam geworden. Ein Artikel über die Wahrnehmung der Person Putin in der westlichen Welt sei geplant und ob ich dazu etwas sagen könne. “Ja, klar” hab ich geantwortet und ein Termin wurde ausgemacht. Herr Trojanowski weilte gerade in Berlin, kam mit dem ICE nach Halle runter, dann in die Firma. Das Gespräch war ausgesprochen freundlich und das Ergebnis ist auch kein Verriss, wie vielleicht zu befürchten gewesen wäre. Lustige Anekdote am Rande. Am Ende des Termins rief sich Herr Trojanowski ein Taxi zurück zum Bahnhof und als der Taxifahrer zur Firma kam und ausstieg, frug er sofort: “Was kostet das T-Shirt?” und wies dabei auf mein Putin-Shirt, welches ich trug. Hätten wir das Taxi gerufen, hätte Herr Trojanowski sicher geglaubt, das wäre abgesprochen gewesen. Der Taxifahrer bekam gleich eines geschenkt. Bessere Werbe-Multiplikatoren als Taxifahrer kann man sich doch nicht wünschen 🙂

Es geht darum, wie internationale freiwillige Multiplikatoren Putins gutes Image noch forcieren. Svens Teil auf Deutsch zusammengefasst:

“In Halle zum Beispiel verkauft Sven Liebich, ein rechtsgerichteter (das weise ich von mir!) Aktivist Unternehmer Tausende von Putin-T-Shirts. Am beliebtesten eines, wo Putin lächelnd mit Sonnenbrille auf einen gephotoshopten tätowierten Oberkörper den Finger zeigt…  “Es geht um Hoffnung auf Veränderungen” sagt Liebich als Begründung, warum diese Shirts sich so gut verkaufen. “Vielleicht ist es auch die Sehnsucht nach einem Erlöser und Befreier.”

“Liebich, der deutsche T-Shirt-Hersteller, druckte seine ersten Putin-Shirts im Frühjahr 2014 – zum Beginn der Ukraine Krise, welche viele Deutsche als angezettelt u. A. durch die USA betrachteten, um größeren Krieg zwischen Russland und Europa herbeizuführen. Aber auch als die Ukraine-Krise aus den Schlagzeilen rückte, blieb die Nachfrage ungebrochen. Liebich meint, dass Kritiker von Merkel und ihrer Akzeptanz von Flüchtlingen, Putin als jemanden sehen, der anders gehandelt hätte. Mehr im Interesse seiner eigenen Landsleute…

Die Presse sagt uns, Putin sei böse. Die Menschen jedoch erkennen, dass sie von der Presse häufig belogen werden. Sagt also die Presse, dass Putin böse sei, müsse er ja gut sein. Liebich trug eines seiner Putin-Shirts am Nachmittag, als ein Taxi auf den Hof fuhr, um einen Passagier abzuholen. Der Taxifahrer sprang heraus und fragte: “Wieviel kostet eines von den Shirts? Das Ding ist wirklich toll.” 

Quelle im Original auf washingtonpost.com

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